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Kind in Bohrloch verschwunden: Knapp zwei Meter fehlen noch – wird Julen heute endlich gefunden?  

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Bangen um einen Zweijährigen, der in ein Bohrloch gefallen ist. Knapp zwei Meter müssen die Arbeiter noch graben. Wird Julen heute endlich gefunden? 

  • Der 2-Jährige Julen ist seit insgesamt zwölf Tagen verschwunden. 
  • Der Junge fiel offenbar beim Spielen in ein ungesichertes Bohrloch. 
  • Einsatzkräfte mussten viele Rückschläge hinnehmen. 
  • In einem parallel zum Unglücksschacht verlaufenden Tunnel versuchen die Arbeiter nun, nach dem Jungen zu graben. 

9.05 Uhr: Bei der Suche nach dem kleinen Julen an einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien läuft der Countdown. Ein achtköpfiges Team von Bergarbeitern war am Freitagmorgen noch knappe zweieinhalb Meter von der Stelle entfernt, an der der seit zwölf Tagen verschollene Zweijährige vermutet wird. Die Männer, die im andalusischen Totalán seit Donnerstagabend in einem rund 80 Meter tiefen Rettungsschacht unter schwierigsten Bedingungen einen waagerechten Tunnel graben, hätten in etwas mehr als zwölf Stunden rund eineinhalb von insgesamt 3,8 Metern geschafft, berichteten Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Man hoffte, den Jungen noch im Laufe des Freitags bergen zu können.

Weil die Bergarbeiter auch in der Nacht zum Freitag auf extrem harten Felsen gestoßen seien, seien zwei Mikrosprengungen zur Lockerung des Bodens durchgeführt worden, berichteten die Zeitung „La Vanguardia“ und andere spanische Medien unter Berufung auf die Vertretung der Madrider Zentralregierung in Andalusien.

08.15 Uhr: Wie die Bild berichtet, wurden gegen 17.33 Uhr am Donnerstagabend die ersten Einsatzkräfte in einem Metallkäfig in den rund 110 Meter tiefen Schacht runtergelassen. Dort graben die Minenarbeiter mit Händen und Spitzhacken nach dem Kind. Insgesamt müssten dafür rund vier Meter gegraben werden. Julen soll dann am Abend endlich von den Arbeitern erreicht werden. Ob die Rettung für das Kind an Tag 12 noch rechtzeitig kommt, bleibt einem Wunder überlassen. 

Endphase: Letzte Grabungen beginnen endlich

21.40 Uhr: Seit elf Tagen wird Julen in einem Bohrloch vermisst, die Rettungsaktion ist in vollem Gange. Nun scheint man dem Zweijährigen jedoch einen entscheidenden Schritt näher gekommen sein. Wie der Sprecher der Einsatzkräfte, Ángel García Vidal, sagt, hätten die Minenarbeiter in den vergangenen Tagen einen zweiten Schacht gebohrt. Der verlaufe parallel zu dem Schacht, in dem der Junge vermutet wird. Donnerstagabend würden die ersten Arbeiter in die neu gebohrte Öffnung hinuntergelassen werden, um an einer Querverbindung zu graben. Das Unterfangen könnte aber bis zu 24 Stunden dauern. 

Wie bild.de berichtet, würden die Männer jeweils in Zweierteams für 30 Minuten mit Spitzhacken und Presslufthämmern hinuntergelassen werden. Außerdem bräuchten sie eine Sauerstoffmaske. Die Arbeiter könnten nur knieend oder liegend graben, so extrem seien die Bedingungen. Wann und ob Julen gefunden werden kann, bleibt also weiterhin fraglich. 

Während die Bergungsaktion im vollen Gange ist, kamen Julens Eltern Donnerstagabend zu einer Mahnwache unweit des Schachts. Dort würden sie beten, „damit Gott dieses Wunder vollbringt und er den Bergarbeitern, Julen und seinen Eltern Kraft gibt“, zitierte das spanische Fernsehen einen Vertrauten der Familie. 

Spanien: Rettungs-Helikopter schwebt über Bohrloch: Experten äußern schlimmen Verdacht

15.42 Uhr: Noch immer gibt es kein Lebenszeichen von dem 2-jährigen Julen. Seit rund elf Tagen scheint das Kind in dem insgesamt 107 Meter tiefen Bohrloch verschwunden. Die Suche nach dem Jungen verzögerte sich in den vergangenen Tagen immer wieder, doch die Einsatzkräfte geben die Hoffnung nicht auf, das Kind lebend zu finden. Während das Schicksal des verschwundenen Kindes weltweit für Aufsehen sorgt, spricht nun ein Experte im spanischen TV. 

Luis Avial von der Geophysik-Firma Falcon High Tech äußert erhebliche Zweifel an dem Jungen im Bohrloch: „Ich halte es für nahezu unmöglich, dass der Junge in diesem Schacht drin ist“, so Avial. Durch die extreme Enge des Schachtes hätte das Kind im oberen Teil des Bohrlochs bereits stecken bleiben müssen. Durch seine dicke Winterjacke und Unebenheiten im Erdreich wäre es nahezu unmöglich, dass das Kind in einem Rutsch nach unten gefallen wäre, berichtet die FAZ. Auch der erfahrene Schachtbauer Francisco Barranquero hegt Zweifel an dem Schicksal des Jungen. 

„Ist es möglich, dass ein Kind da nicht steckenbleibt und bis ganz unten durchrutscht? Ich sage Dir, das ist sehr unwahrscheinlich“, so Barranquero im Interview mit „El Español“. Der Vater des Kindes beteuert jedoch seit nun elf Tagen, dass das Kind beim Spielen in die Öffnung gerutscht sei. Auch eine leere Tüte mit Süßigkeiten, die innerhalb des Schachts gefunden wurde, spricht dafür, dass Julen in dem rund 107 Meter tiefen Schacht verschwunden sei. 

Wann der Junge endlich gefunden wird, scheint noch immer nicht klar. Einsatzkräfte bohren auch am Donnerstag nach dem Kind. 

Bergung läuft schleppend – Wann wird Julen endlich gefunden? 

10.06 Uhr: Die Bergung des kleinen Julen aus einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien ist am Donnerstag nur schleppend angelaufen. Ein achtköpfiges Team von Bergarbeitern wartete am Morgen zunächst auf seinen Einsatzbeginn. Die Spezialisten sollen vom Grund eines in den vergangenen Tagen gebohrten Parallelschachts einen waagerechten Tunnel zu der Stelle graben, an der der Zweijährige vermutet wird. Am Mittwoch hatten neue Probleme bei der Sicherung des Rettungslochs die Arbeiten weiter verzögert.

Spanische Medien berichteten unter Berufung auf die Einsatzkräfte im andalusischen Totalán, dass die ersten beiden Minenarbeiter aber voraussichtlich im Lauf des Donnerstag mit einer speziellen Kapsel in den Schacht herabgelassen werden. Die Kumpel sollen sich jeweils in Zweierteams für etwa 30 Minuten unter anderem mit Spitzhacken und Presslufthämmern vorarbeiten und dann abgelöst werden. Die Bedingungen seien dabei extrem, wegen der Enge könnten die Männer nur knieend oder liegend graben, hieß es.

Wird Julen heute endlich gerettet? Helikopter schwebt über Bohrloch

Update vom 24. Januar 2019, 09.05 Uhr: Wie dieBild berichtet, soll sich die Rettung des kleinen Julen endlich in der entscheidenden Phase befinden. Demnach schwebe sogar ein Hubschrauber über dem Unglücksort in Totalán. Seit den frühen Morgenstunden graben sich Minenarbeiter mit Schaufeln und Händen zu dem kleinen Jungen vor. Der angeforderte Hubschrauber stehe nicht nur für eventuelle Notfälle der Einsatzkräfte bereit, auch die Rettung des 2-Jährigen soll damit gewährleistet werden. Sollte Julen trotz seiner langen Zeit im Bohrloch überlebt haben, muss der Junge so schnell es geht ins Krankenhaus geflogen werden. 

Update vom 23. Januar 2019: Helfer haben am Mittwoch in Spanien einen Bergungsschacht fertiggestellt, der bei der Suche nach dem in ein Bohrloch gestürzten kleinen Julen helfen soll. Am Morgen habe ein Tunnelbohrer die Vergrößerung des Schachtes beendet und Techniker hätten begonnen, die Stabilisierungsrohre einzusetzen, erklärte die Unterpräfektur der Provinz Malaga. Der bereits am Dienstag fertiggestellte Schacht hatte verbreitert werden müssen, weil die zur Stabilisierung vorgesehenen Rohre nicht passten.

Sobald der Schacht durch die Rohre stabilisiert ist, soll ein Team von Bergbauexperten in den Schacht hinabgelassen werden und mit dem Bau eines vier Meter langen horizontalen Verbindungstunnels bis zu dem Bohrloch beginnen, in das der Zweijährige am Sonntag vor einer Woche gestürzt war. Die Experten hoffen, Julen dann bergen zu können.

In Bohrloch gefallen: Erneuter Rückschlag bei Suche nach Julen

Update vom 19. Januar 2019: Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem in ein Bohrloch gefallenen kleinen Jungen in Spanien: Bei den Vorbereitungen für die Bohrung eines zweiten, vertikalen Schachts gebe es Komplikationen, sagte der Ingenieur Angel García Vidal am Freitag vor Journalisten. Sein Team sei auf einen "massiven Felsblock" aus Schiefer gestoßen, wodurch sich die Arbeit weiter verzögere.

Vidal zufolge sollte in der Nacht zum Samstag mit den Bohrarbeiten begonnen werden, dafür stünden Helfer, Maschinen und zwei Bohrgeräte bereit. Unter "günstigen Bedingungen" könnten die Bohrarbeiten in 15 Stunden abgeschlossen werden. "Sie können zuversichtlich sein, wir werden Julen erreichen", sagte der Ingenieur.

Der zweijährige Julen war nach Angaben seiner Familie am Sonntag in der Nähe der andalusischen Gemeinde Totalán in das Loch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. Der 110 Meter tiefe Erkundungsschacht mit einem Durchmesser von nur 25 Zentimetern war laut örtlichen Medien im Dezember bei der Suche nach Wasser gebohrt worden. Demnach war das Loch nicht abgesichert.

Mit einem Großaufgebot versuchten die Einsatzkräfte seitdem in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit, den Jungen zu finden und zu bergen. Geröll und Erde, die Julen bei seinem Sturz offenbar mit sich gerissen hatte, blockieren in etwa 70 Metern Tiefe das Loch, zudem ist es zu eng für die Bergungskräfte. Niemand weiß, ob Julen noch lebt.

Wettlauf mit der Zeit: Rettung von Zweijährigem „sehr kompliziert“

Unser Artikel vom 17. Januar 2019:

Totalán – Bei der Suche nach dem kleinen Julen haben die Einsatzkräfte Haare des Zweijährigen gefunden. DNA-Tests der spanischen Polizei ergaben, dass sie zu dem Kind gehören. Die Behörden werten dies als ersten Beweis dafür, dass er noch in dem engen und mehr als hundert Meter tiefen Bohrloch sein muss.

Ein Lebenszeichen von Julen gibt es jedoch weiter nicht. Der Bürgermeister des nächstgelegenen Ortes Totalán sprach von einem Hoffnungsschimmer, der „jede Minuten abnimmt“. 

Vater von Julen: „Wir fühlen uns wie tot“

Der Vater des verunglückten Jungen sagte: „Wir sehen ein wenig Licht.“ Seine Frau und er fühlten sich wie „tot". Sie hofften aber auf einen Schutzengel, der ihr Kind lebend zurückbringe.

Mit einem Großaufgebot versuchten die Einsatzkräfte weiter, den Jungen zu finden und aus dem nur 25 Zentimeter breiten Schacht zu retten. Zuvor war bereits eine Tüte mit Süßigkeiten gefunden worden, die der Kleine bei sich getragen haben soll.

Neue Rettungsmaßnahmen bereiten Probleme

Der Einsatz ist kompliziert. Versuche, den Vermissten mit zwei in den Schacht herabgelassenen Kameras zu orten, schlugen bislang fehl. Die Retter versuchen, zu dem bestehenden Loch zwei Schächte zu bohren – einen parallel verlaufenden und einen schräg auf das Bohrloch zulaufenden, um den Jungen zu erreichen.

Die Arbeiten an dem vertikalen Schacht kämen gut voran, sagte eine Einsatzkraft den Journalisten vor Ort. Der zweite Schacht aber mache „Probleme“. Ihn in weniger als zwei Tagen fertig zu haben, sei „sehr kompliziert“. Am fünften Tag der Suche schwand die Hoffnung, den Jungen noch lebend bergen zu können.

Totalán liegt in einer Bergregion im Süden Spaniens. Der Zweijährige war nach Angaben seiner Familie am Sonntag in das Loch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. 

Der Schacht wurde illegal gebohrt

Der 110 Meter tiefe Schacht mit einem Durchmesser von nur 25 Zentimetern war laut örtlichen Medien im Dezember bei einer Erkundungsbohrung entstanden. Demnach war das Loch nicht abgesichert.

Der Rettungseinsatz sorgte landesweit für Schlagzeilen. Regierungschef Pedro Sánchez bekundete der Familie auf Twitter sein Mitgefühl und rief sie dazu auf, die Hoffnung nicht aufzugeben.

AFP/frs

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